Fachabteilung Chirurgie II

In unserer Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie – Sportklinik sind wir auf die Behandlung von Verletzungen und Erkrankungen des gesamten Bewegungsapparates spezialisiert.

Kompetenzzentren

Zertifiziertes Endoprothesenzentrum (EPZ) | Zertifiziertes Knorpeltransplantationszentrum | Zertifiziertes Traumazentrum | Sporttraumatologisches Kompetenzzentrum

 

Zertifiziertes Endoprothesenzentrum (EPZ) – Auf Nummer Sicher gehen

Die qualifizierte Versorgung von Patienten mit Problemen an den großen Gelenken bildet seit vielen Jahren einen Schwerpunkt der Fachabteilung Unfallchirurgie und Orthopädie - Sportklinik - am St. Elisabeth-Krankenhaus. In diesem Bereich verfügen wir über ausgezeichnete Fachkompetenzen. Das belegen unter anderem die AOK-Langzeitergebnisse der stationären Versorgungsqualität im Rahmen des Verfahrens „Qualitätssicherung mit Routinedaten“ (QSR). Darin erzielt unsere Abteilung über Jahre hinweg eine überdurchschnittliche Ergebnisqualität bei der Implantation von Hüft- und Kniegelenksendoprothesen. Gleichwertige Ergebnisse erreichen nur wenige Kliniken in Deutschland.

 
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Zur weiteren Verbesserung der Patientensicherheit und Behandlungsqualität im Bereich der Endoprothetik wurde im Jahr 2014 im St. Elisabeth-Krankenhaus das Endoprothesenzentrum (EPZ) gegründet und zugleich zertifiziert. Als erste Einrichtung dieser Art im Leipziger Raum bietet es Ihnen die Sicherheit, von erfahrenen Spezialisten behandelt zu werden. Des Weiteren werden wesentliche, wissenschaftlich belegbare Vorgaben für eine sichere und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Patienten beim künstlichen Gelenkersatz in unserem zertifizierten Endoprothesenzentrum erfüllt. Dies beinhaltet neben der Primärendoprothetik am Knie-, Hüft- und Schultergelenk auch die entsprechende Wechselendoprothetik bei Prothesenlockerung oder -verschleiß. Mit modernen Endoprothesensystemen verfolgen wir das Ziel einer raschen Wiederherstellung der Mobilität und wesentlichen Verbesserung der Lebensqualität unserer Patienten.

In unserem Behandlungskonzept sind neben erfahrenen Operateuren auch weitere Spezialisten aus verschiedenen Fachbereichen in die Therapie eingebunden. Von besonderem Vorteil ist die enge Anbindung und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit unserem Ambulanten Rehazentrum (ARZ) „St. Elisabeth“. Hier besteht die Möglichkeit einer auf Ihre Belange abgestimmten um-fassenden Rehabilitation.

Um Sie optimal auf eine anstehende Operation und die sich daran anschließende Rehabilitation vorzubereiten, führt das Endoprothesenzentrum in Zusammenarbeit mit dem ARZ „St. Elisabeth“ regelmäßig Informationsveranstaltungen durch. Hier stellen sich Ihnen das Endoprothesen- und das Rehateam vor. Weiterhin werden die vor- und nachstationären Abläufe besprochen und ein erstes Lauftraining mit Unterarmstützen absolviert. Weitere Informationen und anstehende Termine der Informationsveranstaltung erhalten Sie hier.

Schwerpunkte

Obere Extremitäten

Schulterendoprothesen

  • Schulterendoprothesen bei nicht rekonstruierbaren Frakturen, bei Verschleißerscheinungen (Arthrose) sowie bei nicht rekonstruierbaren Rotatorenmanschettendefekten (Implantation inverser Schulterprothesen)
  • Kappen- und Kurzschaftprothesen
  • Spezialendoprothesen bei Lockerung (oder Infektion)

Ellenbogenendoprothesen

  • Totalendoprothesen
  • Speichenköpfchenprothesen
Untere Extremitäten

Hüftgelenkersatz (Hüft-TEP)

  • Weichteilschonende, minimal invasive Endoprothetik mit zementfreier (Totalendoprothese) oder zementierter Implantationstechnik bei Verschleißerscheinungen (Arthrose)
  • Kurzschaftprothesen bei jungen Patienten mit guter Knochenqualität
  • Schenkelhalsfrakturen des alten Menschen werden mit Hüftprothesen versorgt zur Gewährleistung der sofortigen Belastbarkeit
  • Modulare Sonderprothesen und Spezialprothesen bei Metallallergien
  • Endoprothesenwechsel bei Lockerung (oder Infektion)

Kniegelenkersatz (Knie-TEP)

  • Mako-Roboterarm-Assistierte Implantation (Knieprothese für höchste Präzision)
  • Totalendoprothese bei Verschleißerscheinungen (ungekoppelt, teil- oder achsgekoppelt)
  • Hemiprothese (Schlittenprothese) bei Arthrose der Innen- oder Außenseite des Kniegelenkes
  • Sonderprothesen (modular, hypoallergen bei Metallallergien)
  • Endoprothesenwechsel bei Lockerung (oder Infektion)
 

Ihre Ansprechpartner

Spezialist für Endoprothetik der oberen und unteren Extremitäten (Mako-Spezialist)

Chefarzt Dr. med. Gotthard Knoll

Spezialist für Endoprothetik der oberen Extremitäten

Leitender Oberarzt Dr. med. Thomas Engel

Spezialist für Endoprothetik der unteren Extremitäten
  • Oberarzt Dr. med. Jens Kohlschreiber, Leiter des EPZ
  • Oberarzt Dr. med. Thomas Düsing, Koordinator EPZ
  • Oberarzt Dr. med. Thomas Näser
Unsere Terminvergabe
Anmeldung
Tel: (0341) 39 59 - 71 71
Montag-Freitag 08:00 - 12:00 Uhr
 

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Zertifiziertes Knorpeltransplantationszentrum – Heilende Maßnahmen bei Gelenkknorpelschäden

Für die Behandlung von Knorpelschäden an den Gelenken bietet die Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie des St. Elisabeth-Krankenhauses Leipzig das gesamte Spektrum regenerativer und rekonstruktiver OP-Maßnahmen an. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Refixationstechniken, Knochenmark stimulierenden Techniken und Transplantationstechniken. Alternativ zu diesen Verfahren führen wir gelenknahe Umstellungsoperationen durch, um die Gelenkachse in ihre physiologische Ausgangsstellung wieder zurückzuführen. Damit kann ein Fortschreiten der Knorpelschäden verhindert werden.

Als unterstützende Maßnahmen nutzen wir die sogenannte autologe konditionierte Plasmatherapie (ACP-Therapie), bei der körpereigenes thrombozytenreiches Plasma in das betroffene Gelenk eingebracht wird. Die dadurch freigesetzten Wachstumsfaktoren beeinflussen Knorpelschäden positiv. Gleichermaßen erfolgt in unserer Ambulanz auch die Behandlung mit Hyaluronsäure als vorbeugende Maßnahme zum Fortschreiten von Knorpelschäden.

 
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Schwerpunkte

Behandlungsoptionen bei Knorpeldefekten
Refixation bei osteochondralen Verletzungen

Bei akuten osteochondralen Verletzungen (Knorpelfrakturen) erfolgt die Refixation der Knorpelteile mittels Schrauben, resorbierbaren Pins oder Fibrinkleber.

Knochenmarkstimulierende Verfahren

A) Mikrofrakturierung
Hierbei werden mit speziellen Instrumenten kleine Löcher in den Knorpeldefekt eingebracht, damit Anteile vom Knochenmark (Stammzellen und Knorpelvorläuferzellen) in den Defekt einströmen und ein Blutgerinnsel bilden („Supercloth“). Über Zwischenstufen wandelt sich dieses später in faserartiges Knorpelersatzgewebe um.

B) Nanofrakturierung
Die Nanofrakturierung ist eine neue Methode zur Behandlung von Knorpelschäden. Im Gegensatz zu der Mikrofrakturierung werden hierbei mit kleineren Instrumenten tiefere Löcher in den Defekt eingebracht. Dadurch wird mehr hyaliner Knorpel (Kollagen Typ II) als Faserknorpel (Kollagen Typ I) gebildet und somit eine verbesserte Knorpeloberflächenrekonstruktion erzielt.

C) Autologe matrixinduzierte Chondrogenese (AMIC)
In diesem Verfahren wird die Mikrofrakturierung mit der Überdeckung durch eine zwei-schichtige Kollagenmatrix kombiniert. Nach durchgeführter Mikrofrakturierung wird in den Knorpeldefekt ein Kollagenvlies eingebracht. Dies schützt einerseits das entstandene Blutgerinnsel und fördert zum anderen seine Umwandlung in Knorpelregenerationsgewebe.

Knorpeltransplantation (i.d.R. im Alter von 18-50 Jahren möglich)

A) Osteochondrale Autografts (OATS-Plastik und Mosaikplastik)
Bei dieser Methode werden Knorpelknochenzylinder („osteochondrale Zylinder“) aus wenig belasteten und intakten Gelenkregionen entnommen und anschließend in den Knorpeldefekt desselben Gelenks eingebracht. Im Gegensatz zu allen anderen knorpeltherapeutischen Maßnahmen handelt es sich hier nicht um Regenerationsgewebe des Körpers, sondern um vollwertiges körpereigenes Gewebe.

B) Autologe Chondrozytentransplantation (ACT)
Bei diesem Verfahren wird im Rahmen einer Arthroskopie aus einem nicht gewichttragenden Anteil des Gelenks eine kleine Knorpelprobe entnommen. In einem Speziallabor werden die dabei gewonnenen Knorpelzellen vermehrt (gezüchtet) und einige Wochen später in einer weiteren Operation in den Knorpeldefekt eingebracht. Innerhalb kurzer Zeit bilden die eingebrachten gezüchteten Knorpelzellen einen Regenerationsknorpel, der den Defekt füllt.

C) Matrixassoziierte autologe Chondrozytentransplantation (MACT)
Es handelt sich bei dieser Methode um die Weiterentwicklung der klassischen autologen Chondrozytentransplantation (ACT). Nach erfolgter Entnahme von Knorpelzellen und Isolierung derselben, werden diese auf einem Vlies angezüchtet und als zellaugmentierte Matrix im Verbund in den Defekt eingebracht. Nach einem rekonstruktiven oder regenerativen Eingriff am Knorpel muss die entsprechende Extremität für 6-8 Wochen entlastet werden. Informationen zur Nachbehandlung nach einer Knorpelzelltransplantation (MACT) können Sie hier nachlesen.

 

Aufgrund der umfassenden Erfahrungen mit sämtlichen knorpelregenerativen und knorpelrekonstruktiven Methoden wurde unsere Klinik als „Knorpelzelltransplantations – Kompetenzzentrum“ ausgezeichnet.

 

Ihre Ansprechpartner

Spezialist für Knorpeltransplantation
  • Chefarzt Dr. med. Gotthard Knoll
  • Leitender Oberarzt Dr. med. Thomas Engel
  • Oberarzt Maik Briesemeister
Unsere Terminvergabe
Anmeldung
Tel: (0341) 39 59 - 71 71
Montag-Freitag 08:00 - 12:00 Uhr
 

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Zertifiziertes Traumazentrum – Jede Minute zählt

Die Abteilung Chirurgie II hat sich dem Traumanetzwerk der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zur Verbesserung der Behandlung von Schwerverletzten angeschlossen. Als Mitglied des Traumanetzwerks Westsachsen ist der Fachbereich seit 2009 als „lokales Traumazentrum“ zertifiziert.

Traumazentren zeichnen sich dadurch aus, dass sie definierte personelle und strukturelle Ressourcen 24 Stunden am Tag vorhalten. Damit können schwer verletzte Patienten so versorgt werden, wie dies durch die entsprechenden Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften empfohlen wird.

 
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Im Vordergrund stehen hierbei die reibungslose, interdisziplinäre Diagnostik und Behandlung eines schwer verletzten Patienten während der ersten kritischen Stunden nach seiner Aufnahme. Ein geschultes Schockraumteam aus Unfallchirurgen, Notfallmedizinern, Anästhesisten, Radio-logen und weiteren Spezialisten gewährleistet die komplette Diagnostik schwer verletzter Patienten nahtlos und ohne Zeitverluste. Das ist sehr wichtig. Forschungsergebnisse in diesem Bereich zeigen, dass Therapiemaßnahmen, die während der ersten Stunden nach Aufnahme eines Schwerverletzten unternommen werden, seine Prognose maßgeblich bestimmen. Alle lebensbedrohlichen Verletzungen müssen umgehend erkannt und kompetent weiterbehandelt werden.

 

Ihre Ansprechpartner

Traumaleader
Dr. med. Thomas Näser
Oberarzt, ATLS Provider
Tel: (0341) 39 59 - 71 71
 

 
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Schockraum Notfallambulanz
Dr. med. Nadine Haberhausen
Leitende Ärztin
Tel: (0341) 39 59 - 63 00
 

 
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Sporttraumatologisches Kompetenzzentrum – Eine Klasse für sich

Seit vielen Jahren beschäftigt sich das gesamte Team intensiv mit Verletzungen von Leistungs- und Freizeitsportlern jeden Alters. Insbesondere bei minimal-invasiven Gelenkeingriffen (Arthroskopie) besteht eine überregional bekannte operative Kompetenz.

 
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Ein Hauptaugenmerk unseres Bemühens liegt hierbei auf den rekonstruktiven Verfahren, unter anderem im Bereich des vorderen und hinteren Kreuzbandes sowie nach Sehnenrupturen oder Kapselverletzungen am Schultergelenk. Arthroskopische Operationen kommen jedoch auch am Hüft-, Sprung-, Ellenbogen- und Handgelenk zum Einsatz. Ziel dieser kleinen Eingriffe ist die rasche Wiedererlangung der Sportfähigkeit von Kindern, Erwachsenen und Senioren.

Gerade bei der Wiedereingliederung spielt neben dem ärztlichen Spezialwissen auch eine kompetente physiotherapeutische, sporttherapeutische und rehabilitative Behandlung eine entscheidende Rolle. Am Standort des St. Elisabeth-Krankenhauses besteht der außergewöhnliche Vorteil, dass der Sportklinik das Ambulante Rehazentrum (ARZ) „St. Elisabeth“ angegliedert ist. So können Behandlungskonzepte für jeden Patienten ganz individuell abgestimmt und der Behandlungsfortschritt von allen Seiten beurteilt werden.

Folgende Sportmannschaften werden derzeit betreut:

            • Handballclub Leipzig (HCL)
            • EXA Icefighters Leipzig
            • RasenBallsport Leipzig e. V. (Nachwuchs)
            • 1. FC Lokomotive Leipzig

Komplettiert wird unser sportmedizinisches Angebot durch eine Kooperation mit dem Olympiastützpunkt Leipzig, für dessen Athleten wir unsere sporttraumatologische Kompetenz zur Verfügung stellen. Gleichzeitig sind wir Mitglied des Sportmedizinischen Leistungsverbundes am Olympiastützpunkt Leipzig e.V.

 

Ihre Ansprechpartner

Spezialist für Sporttraumatologie
  • Chefarzt Dr. med. Gotthard Knoll
  • Leitender Oberarzt Dr. med. Thomas Engel
Unsere Terminvergabe
Anmeldung
Tel: (0341) 39 59 - 71 71
Montag-Freitag 08:00 - 12:00 Uhr
 

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